Innovative Leckmasse hilft gegen Fliegen
21. Mai 2021

Was tun, wenn es bei den Tieren juckt und sticht?

Insekten sorgen nicht nur bei Weidetieren in der warmen Jahreszeit für Unbehagen und Unruhe. Auch Stalltiere werden durch herumschwirrende Insekten belästigt. Hierbei ist es egal, um welche Art der Tiere es sich handelt. Es betrifft Rinder, Schafe und Pferde gleichermaßen. Nun können Sie die Schädlinge direkt bekämpfen. Zusätzlich helfen zum Beispiel Leckmassen, die Rinder unattraktiv für Fliegen zu machen.

“Nutztiere werden von den unterschiedlichsten Insekten geplagt”, sagt Angela Mögel vom Beratungsteam Tierhaltung der Landesbetriebe Landwirtschaft in Hessen. Hierzu gehören neben Fliegen auch stechende Insekten, wie beispielsweise Bremsen und Mücken. 

 

Fliege ist nicht gleich Fliege

Die Insekten unterscheiden sich dabei strikt nach ihrem Vorkommen entweder im Stall oder auf der Weide. Eine Vermischung der Lebensräume gibt es nicht. Zu den Stallfliegen zählen die große und die kleine Stubenfliege und der blutsaugende Wadenstecher. Diese Fliegen legen ihre Eier in organisches Material (Mist, Gülle etc.) und erzeugen sechs bis neun Generationen pro Jahr.

Zu den Weidefliegen gehören die Augen- und Euterfliege. Diese verfügen über leckende und saugende Mundwerkzeuge, durch die sie die proteinhaltigen Sekrete der Wirtstiere (Tränen, Blut etc.) aufnehmen. Die große und kleine Weidestechfliege saugt dagegen das Blut am Wirt. Das passiert pro Fliege 20- bis 40-mal am Tag! Man erkennt die 3 bis 5 mm große Kleine Weidestechfliege daran, dass sie mit dem Kopf nach unten auf dem Fell des Tieres sitzt. 

Auf der Weide gibt es darüber hinaus verschiedene Arten von Bremsen. Der besonders starke Schmerz entsteht durch deren Mundwerkzeug, welches nicht sticht, sondern die Haut „aufsägt“. Das hervortretende Blut wird aufgenommen und lockt weitere Insekten an. 

Linderung für alle Tiere schaffen durch MeidFly®Leckmasse Mineralfutter Schafe, Pferde, Rinder, Milchkühe, Kälber

Die genannten Insektenarten bereiten nicht nur Rindern, sondern auch anderen Nutztieren, wie Schafen und Pferden großes Unbehagen. Um den Tieren Linderung zu verschaffen, hat die Deutsche Vilomix die neuartige Leckmasse „MeidFly® entwickelt. Dafür werden ätherische Öle von unter anderem Citronellagras und Gewürznelke verwendet. Diese wirken als natürliches Repellent. Hierdurch wird der artspezifische Geruch der Tiere, sowie der Geschmack des Blutes verändert. Dieses mindert deutlich die Attraktivität der Nutztiere für die fliegenden Insekten und schafft so Ruhe im Stall und auf der Weide. 


Das Produkt ist auch bei laktierenden Tieren sehr gut einsetzbar, da die ätherischen Öle nicht die Blut-Euter-Schranke passieren. Somit gibt es keinen Abgeschmack auf die Milch und die Leckmasse MeidFly kann ohne Probleme bei Milchkühen und Milchschafen eingesetzt werden. Die Leckmassen mit ätherischen Ölen gibt es sowohl für den konventionellen als auch für den ökologischen Landbau. Somit sind die MeidFly Produkte vielfältig einsetzbar. 

 

Für den Bereich der Turnierpferde ist allerdings zu vermerken, dass die ätherischen Öle in die Kategorie der verbotenen Medikamentation/Doping fallen. Aus diesem Grund muss die MeidFly Leckmasse mindestens 48 Stunden vor Turnierbeginn abgesetzt werden.  


Weitere wirksame Vorbeugemaßnahmen gegen Insekten

Um einen durchschlagenden Erfolg zu erzielen, ist neben der Abwehr bereits vorhandener Fliegen durch ätherische Öle eine rechtzeitige chemische oder biologische Bekämpfung der Fliegen enorm wichtig. 

Denn als Faustregel gilt bei Kampf gegen Fliegen:

  • Töte ich eine Fliege im April, so töte ich damit gleich eine Million. 
  • Töte ich eine Fliege im Mai, dann töte ich immer noch Tausend. 
  • Töte ich erst im Juni eine Fliege, dann töte ich nur eine einzige Fliege.

 

Rund 80 Prozent des Fliegenbefalls sind für den Menschen unsichtbar, weil der Befall als Eier oder Larven in der Gülle oder im Misthaufen stattfindet. Dies bedeutet, dass mit der Bekämpfung schon frühzeitig angefangen werden muss. Zu den biologischen Varianten zählt unter anderem die Güllefliege, die sich von den Larven der Stallfliege ernährt. Eine weitere Variante stellt die Schlupfwespe dar, welche ihre Eier in die Fliegenpuppen legt und somit deren Entwicklung eindämmt. Diese Strategie gilt für die Kleine und Große Stubenfliege, sowie für den blutsaugenden Wadenstecher, und somit für im Stall vorkommende Insekten.

 

Als weitere erfolgversprechende Maßnahmen für den Stall kann festgehalten werden, dass eine gute Durchlüftung und regelmäßiges Behandeln der Liegefläche zum Beispiel mit VILOFOSS Stalosan® F den Fliegendruck hier gering hält. 

 


Gastbeitrag aus unserem Partnernetzwerk von Agrando. Autorin: Dr. Katrin Metzger-Petersen

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Dr. Katrin Metzger-Petersen
Beratung Rind